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Auf gesunden Hufen - Von Anfang an

So lautet das Motto der diesjährigen Fachtagung GESUNDE HALTUNG - GESUNDE PFERDE. Es steht für einen Themenkomplex, der alle angeht, die sich mit Pferden beschäftigen: Züchter, Halter und Reiter. Denn sie alle wissen nur zu gut, was die so bekannte Aussage „no hoof – no horse“ bedeutet! Hufentwicklung, der richtige Umgang mit Fehlstellungen beim Fohlen und wachsendem Pferd sowie die Bedeutung der sich daraus entwickelnden Erkrankungen bis hin zur Problematik der Hufrehe werden die Themen der Tagung sein. Unsere Referenten werden aus ihren jeweiligen Blickwinkeln und Fachgebieten berichten: die Ernährungsexpertin, der Schmied, der Zuchtrichter sowie der Tierarzt!

Freuen Sie sich mit uns auf interessante Einblicke in die jeweiligen Schwerpunkte unserer Experten sowie eine spannende abschließende Podiumsdiskussion.

THEMEN & REFERENTEN

Fütterung rund um den Huf: vom schlechten Hufhorn bis zur Hufrehe
Prof. Dr. Petra Wolf, Leiterin des Instituts für Ernährungsphysiologie und Tierernährung, Universität Rostock

Huf- und Gliedmaßenstellung vom Fohlen bis zum Reitpferd – eine Sache der richtigen Perspektive!
Stephan Becker, Staatl. Geprüfter Hufbeschlag Lehrschmied der Nieders. Bildungsstätte von Hufbeschlaglehrschmieden NBvH

Das korrekte Pferd – was bringt die Exterieurbeurteilung aus der Sicht des Zuchtrichters?
Dr. Matthias Görbert, Leiter der Sächsischen Gestütsverwaltung, Moritzburg

Das junge Reitpferd – Folgen von Entwicklungs-störungen der Hufe und der Gliedmaßen für das Training
Dr. Niklas J. Drumm, Fachtierarzt für Chirurgie-Pferde, Diplomate ACVS-LA, Diplomate ECVS, Tierklinik Lüsche

TERMIN & ORT
Samstag, 19. November 2016, 10.00 – ca. 18:00 Uhr
Forum der Niedersachsenhalle
Lindhooper Str. 92, 27283 Verden

ANMELDUNG   
Schade & Partner - Fachberatung für Pferdebetriebe
Deelsener Weg 1, 27283 Verden
Tel     : 04231 – 93 765 0;  Fax  :  - 93 765 10
office@schadeundpartner.de, www.schadeundpartner.de

Gebühr: 75,00 € inkl. Tagungsband und Verpflegung  

 
15. Fachtagung GESUNDE HALTUNG - GESUNDE PFERDE 2015

Die 15. Fachtagung GESUNDE HALTUNG – GESUNDE PFERDE stand in diesem Jahr unter dem Motto „Infektionsschutz für Pferde: Dafür/Dagegen – wo liegt die Wahrheit?“. Ausrichter war die Fachberatung für Pferdebetriebe SCHADE & PARTNER sowie der Hannoveraner Verband als Mitveranstalter. Meinte man vor ca. 10 Jahren auf ein fundiertes Gesundheitsmanagement hinsichtlich der Parasiten- und Seuchenprophylaxe/-bekämpfung beim Pferd zurückgreifen zu können, so ist die Verunsicherung in diesen Bereichen heute größer denn je. Die Referenten vermittelten den Stand der wissenschaftlichen Empfehlungen und zeigten sehr deutlich die Realität der Bedrohung durch Erkrankungen und Seuchen auf.

Publikum auf der Fachtagung

 Jan Tönjes, Chefredakteur des ST. GEORG, beschrieb kurzweilig die Situation in der Pferdehaltung: die zunehmende Vermenschlichung in Fragen der Verantwortung des Pferdehalters für das ihm anvertraute Pferd und die damit verbundene teilweise deutliche Skepsis gegenüber der Pharmaindustrie, die darin gipfelt jegliche Form der Gesundheitsprophylaxe in Frage zu stellen. Aber auch die Verunsicherung hinsichtlich einer Flut von Produkten, die im Angebot sind und in deren Anwendung eine zunehmende Verunsicherung herrscht. 

j.toenjes

Dr. Uwe Hörügel, vom Pferdegesundheitsdienst der Sächsischen Tierseuchenkasse in Dresden sprach anschließend über die Seuchengefahr in der Pferdehaltung. Er verwies insbesondere auf die Gefahren, die von der globalen Vernetzung und dem internationalen Tier- und Menschenverkehr ausgehen. Er forderte einen sogenannten Biosicherheitsplan, der je nach Risikoeinschätzung Möglichkeiten zur Risikoeindämmung in einer Pferdehaltung umfasst. Hier ist jeder Pferdehalter gefragt, sich die Infektionsrisiken in seinem Betrieb vor Augen zu führen und konsequent Maßnahmen umzusetzen, die die Gefahr minimieren.

Dr. Uwe Hörügel

Dr. Jessika-M.Cavalleri, Oberärztin an der Klinik für Pferde der Stiftung Tierärztliche Hochschule in Hannover, beschrieb sehr eindrucksvoll die Bedeutung des Aufbaus einer Herdenimmunität durch Bestandsimpfungen, die den größtmöglichen Schutz eines Bestandes darstellt. Impfungen gegen Tetanus, Influenza und Herpes können nie eine hundertprozentige Sicherheit bieten, sie senken jedoch das Risiko für diese Infektionen, die nicht selten tödlich verlaufen, deutlich. Hinsichtlich Herpes nannte sie die Zahl von 70-80% der Pferde, die latent infiziert sind. Eine Impfung bietet nicht nur einen größeren Schutz des Einzelpferdes durch kürzere Virus-Ausscheidungsperioden und eine geringere Ausprägung der Symptome. Sie stellt damit sekundär auch eine geringere Infektionsgefahr für die anderen Pferde dar.

Dr. Jessika-M. Cavalleri

Abschließend befasste sich Prof. Dr. Georg v. Samson-Himmelstjerna, der Direktor des Instituts für Parasitologie und Tropenveterinärmedizin der FU Berlin, sehr ausführlich mit der Parasitenbekämpfung beim Pferd. Grundsätzlich sind alle Alters-, Nutzungs- und Haltungsgruppen von Wurminfektionen betroffen, ein besonderes Augenmerk legte er jedoch auf die Jungpferde und Fohlen, da diese deutlich häufiger und stärker erkranken und erst eine Immunität ausbilden müssen. Das Prinzip der selektiven Entwurmung sollte aus seiner Sicht bei diesen gefährdeten Gruppen nicht angewendet werden. Großen Wert legte er zudem auf die Erläuterung von begleitenden Maßnahmen zur Eindämmung der Wurmbürde bzw. zur Einschränkung der Entwicklung von Resistenzen, wie die Stall- und Weidehygiene, aber auch Hygienemaßnahmen am Pferd.

Prof. Dr. Georg v. Samson-Himmelstjerna

Die Veranstaltung hatte das Ziel, Wissen zum Infektionsschutz an die Pferdehalter zu vermitteln. Nur wer die Risiken kennt und das Wissen hat, kann für seinen Betrieb und seine Pferde die richtigen Entscheidungen treffen. Die intensiven und lebhaften Diskussionen des sehr gut informierten Publikums bestätigten, wie hoch der Diskussionsbedarf und die Bedeutung des Wissenstransfers dazu sind.

 Die Veranstaltung wurde freundlicherweise von der DERBY Spezialfutter GmbH und den UELZENER Versicherungen als Hauptsponsoren unterstützt. Von der Veranstaltung kann ein Tagungsband mit den Beiträgen der Referenten, für 15 Euro (+ Porto), bezogen werden über:

Schade & Partner
Fachberatung für Pferdebetriebe
Deelsener Weg 1
27283 Verden/Aller
Tel: + 49 (0) 4231 93765 0
Fax: + 49 (0) 4231 93765 10
office@schadeundpartner.de
www.schadeundpartner.de

 

Vorträge:

  • Influenza, Pilz, Herpes, Würmer & Co. – Gesundheitsprophylaxe in der Diskussion: skeptisch, kritisch, unverantwortlich? Des Pferdebesitzers Dilemma zwischen Pharmaindustrie und Verantwortung  (Jan Tönjes, Pferdesportmagazin ST. GEORG, Hamburg)
  • Die unsichtbare Bedrohung: Seuchengefahr in der Pferdehaltung (Dr. Uwe Hörügel, Pferdegesundheitsdienst Sächsische Tierseuchenkasse, Dresden)
  • Impf -Schutz oder -Schein – ist impfen wirklich sinnvoll? (Dr. Jessika-M.Cavalleri, Klinik für Pferde, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover)
  • Da ist der Wurm drin: wirkungsvolle Parasitenbekämpfung beim Pferd (Prof. Dr. Georg v. Samson-Himmelstjerna, Institut für Parasitologie und Tropenveterinärmedizin, FU Berlin)

 10. Betriebsprämierung QUALITÄTSBETRIEBEN GEHÖRT DIE ZUKUNFT am 14. November 2015 in der Niedersachsenhalle in Verden (Aller):
Gruppe_Prämierte Betriebe_Wettbewerb_2015

 

 














Strahlende Gesichter nach der Siegerehrung der prämierten Pferdebetriebe aus den Bereichen Pension/Ausbildung und Zucht/Aufzucht.

Die Betriebe hatten am 10. bundesweiten Wettbewerb QUALITÄTSBETRIEBEN GEHÖRT DIE ZUKUNFT 2015 teilgenommen. In den Bereichen Haltung, Fütterung und Gesundheitsvorsorge haben sie sich einer intensiven Überprüfung einer unabhängigen Jury unterzogen und sind im Rahmen der Fachtagung prämiert worden.

 
14. Fachtagung GESUNDE HALTUNG – GESUNDE PFERDE 2014

mit 9. Betriebsprämierung QUALITÄTSBETRIEBEN GEHÖRT DIE ZUKUNFT

Am Samstag, den 15. November, fand im Forum der Niedersachsenhalle in Verden, die 14. Fachtagung GESUNDE HALTUNG – GESUNDE PFERDE statt. Es ging um den Themenblock Sicherheit unter dem Motto: „Pferde verstehen – Risiken vermeiden: Sicherheit im Umgang und im Sport mit Pferden". Geladen hatte die Fachberatung für Pferdebetriebe SCHADE & PARTNER sowie der HANNOVERANER VERBAND als Mitveranstalter. Die Referenten betrachteten die Thematik aus ihren jeweils ganz eigenen beruflichen Blickwinkeln und lieferten den Teilnehmern eine intensive und spannende Diskussion.

Peter Teeuwen, Pferdewirtschaftsmeister, aktiver Springreiter und Ausbilder sowie Bundestrainer der Ponyreiter Springen, machte den Einstieg und wies sehr eindringlich auf die hohe Verantwortung der Trainer hin. Die Erfassung der Eignung eines Reiters/Pferdes für die gestellten Aufgaben, die Ausrüstungskontrolle und im Springsport die Kontrolle der Sprünge in der Bahn sind aus seiner Sicht wichtige Punkte bei der Unfallvermeidung. „Nachlässigkeit aus Routine" birgt in seinen Augen ein hohes Unfallrisiko. Er unterstrich dabei insbesondere die Bedeutung der Trainerarbeit auf Amateurebene für die Basisausbildung und deren stetige Schulung, denn die Qualität des Unterrichts ist natürlich nur so gut, wie das jeweilige fachliche Know-how.

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Anschließend präsentierte Bernd Bredenschey, Jurist bei der UELZENER Versicherung und dort Abteilungsdirektor der Haftpflicht-, Unfall- und Schadenabteilung, eine Vielzahl von Beispielen von Schadenfällen in Pferdebetrieben. Er erläuterte die unterschiedlichen Haftungsrisiken für private und gewerbliche Pferde-/Tierhalter und unterstrich im Besonderen die Risiken im Falle von Nachlässigkeiten bei der Kontrolle von Pferdehaltungen (z.B. nicht verschlossene Boxentüren) und Umzäunungen von Weiden und Paddocks (Ausbruchrisiko). Wenn im Schadenfall die Existenz nicht auf dem Spiel stehen soll, ist ein individuelles Versicherungskonzept zwingend!

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Prof. Dr. Norbert Meenen, Unfallchirurg, Mitbegründer der AG Reitsicherheit und medizinischer Sicherheitsberater der FN hielt einen aufrüttelnden Vortrag zum Thema Reitsicherheit. Er befasst sich seit Jahren auf wissenschaftlicher Basis mit Reitunfällen und ist beteiligt an der Entwicklung von Reithelmen und Schutzwesten. Er sieht Zahlen wie –auf 1000 gerittene Stunden kommen 1 bis 3 schwere Unfälle- oder –ein Viertel aller tödlichen Unfälle bei Kindern sind pferdeassoziierte Verletzungen- für sich als Auftrag, Reitsicherheitsstudien und -bestrebungen voranzutreiben und zu unterstützen. Dazu gehört neben der Schärfung des Risikobewusstseins, von Fitness- und Fallübungen für Reiter auch die Verbesserung der ärztlichen Versorgung im Reitsport. Prof. Meenen warnte eindringlich davor, Gehirnerschütterungen nach Stürzen auf die leichte Schulter zu nehmen, da langfristige Folgen bis hin zu Verhaltensveränderungen ausgelöst werden können.

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Abschließend ließ Peter Kreinberg die Zuhörer an seiner Philosophie des „Wie die Idee des Menschen zur Idee des Pferdes wird" teilhaben. Er schätzt, dass die Vermeidung von Unfällen mit Pferden zu 20 Prozent auf Glück und zu 80 Prozent auf dem richtigen Sicherheitsmanagement beruht. Demnach sieht er einen hohen Aufklärungsbedarf hinsichtlich des richtigen Einschätzens von Pferdeverhalten insbesondere an der Basis im Bereich der Kinder- und Freizeitreiterei. Er provozierte mit der Forderung: „Outfit kann nicht Fitness ersetzen!" womit er die körperliche und geistige Fitness im Hinblick auf das Wissen um die Zusammenhänge dessen was wir Menschen von Pferden fordern und wie die Pferde auf uns reagieren, meinte.

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Unterstützt wurde die Veranstaltung dankenswerterweise von den Hauptsponsoren DERBY Spezialfutter GmbH und den UELZENER Versicherungen. Von der Veranstaltung kann ein Tagungsband mit den Beiträgen der Referenten, für 10 Euro (+ Porto), bezogen werden über:

 

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Tel: + 49 (0) 4231 93765 0
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Impressionen der Fachtagung 2009
Anbei finden Sie einige Impressionen der 9. Fachtagung GESUNDE HALTUNG - GESUNDE PFERDE sowie den Abschlußbericht und die Übersicht der prämierten Betriebe .
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Betriebsleiter, Jury und Sponsoren nach der Prämierung am 14.11.2009
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 Dr. Kubens, LBH Steuerberatung
 Prof. Dr. Fuchs, Hochs. Neubrandenb.
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 Prof. Dr. Stadler, TiHo Hannover
 Prof. Dr. Feige, TiHo Hannover
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 Milbrath - Hexenburg
 H. Kruse - Kruse Hemmoor
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 M. Harbers Bahr - Hof Seeverns
K. Schulte-Uemmingen - Gut Warxbüttel
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 K. von Lingen - HorseCompetence
 G. Voss - Gestüt Letter Berg
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 Haag Molkenteller - Gut Hohenkamp
 J-W. Wetehof - Betrieb Wetehof
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 W. Reisch - Fohlenaufzucht Reisch

 R. Wriggers - Barghof

 
Gesunde Haltung - Gesunde Pferde 2009
Termin
: Samstag, 14. November 2009
Dauer
: ganztägige Veranstaltung 10.00 – 18.00 Uhr
Ort
: Niedersachsenhof in Verden
Gebühr
: 75,00 € inkl. Tagungsunterlagen und Verpflegung

office@schadeundpartner.de

Erfolgreich trotz Krise? – Pferdebetriebe und Wirtschaftlichkeit

Die Wirtschaftlichkeit und das Kostenmanagement von Pferdebetrieben ist in diesem Jahr der Schwerpunkt der 9. Fachtagung

Ein weiterer wichtiger Programmpunkt der Tagung ist die Vorstellung und Siegerehrung der teilnehmenden Betriebe des Wettbewerbes „Qualitätsbetrieben gehört die Zukunft“, der in diesem Jahr bereits zum vierten Mal zur Durchführung kommt. Die Zucht- und Pensionsbetriebe haben sich in den Bereichen Haltung, Fütterung und Gesundheitsvorsorge einer intensiven Überprüfung einer unabhängigen Jury unterzogen.

Die Veranstaltung, die von den Hauptsponsoren Derby Spezialfutter GmbH , Merial GmbH und Uelzener Versicherungen unterstützt wird, findet am Samstag, den 14. November, ab 10.00 Uhr, im Niedersachsenhof in Verden statt. Das detaillierte Programm der Tagung wird in der nächsten Ausgabe des HANNOVERANERS veröffentlicht.

 

Informationen und Anmeldung zur Tagung:

Schade & Partner – Fachberatung für Pferdebetriebe< br/> Deelsener Weg 1< br/> 27283 Verden< br/> Tel  04231 - 93 765 0< br/> Fax 04231 - 93 765 10< br/> office@schadeundpartner.de< br/> www.schadeundpartner.de< br/>

 

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Impressionen der Fachtagung am 15.11.2008

Die 8. Fachtagung GESUNDE HALTUNG - GESUNDE PFERDE wurde am 15. November in Verden von der Fachberatung für Pferdebetriebe SCHADE & PARTNER in Zusammenarbeit mit dem Hannoveraner Verband und der Firma Merial GmbH durchgeführt. Die Tagung befaßte sich mit der Fohlenvermarktung, die für viele Züchter der wichtigste Absatzweg ist. Zum Zeitpunkt der Übergabe an den neuen Besitzer spielt die Gesundheit und damit verbundene verkaufsrechtliche Konsequenzen eine große Rolle. Die Käufer wie auch die Verkäufer verlangen mehr Sicherheit.

Die Referenten widmeten sich dieser Thematik, indem zunächst die Position der Käuferseite durch den holländischen Hengsthalter und Fohlenkäufer Wiebe-Yde van de Lageweg dargestellt wurde. Er gab interessante Einblicke in sein Gestüt VDL-Stud im Norden Hollands, das als Familienunternehmen geführt wird und eine ca. 50 Hengste umfassende internationale Hengststation, einen Sportpferdestall sowie eine eigene Zucht mit ca. 90 Zuchtstuten umfaßt. In jedem Jahr werden ca. 140 Fohlen, überwiegend Hengstfohlen zugekauft. Er betonte ausdrücklich, dass er Fohlen, die bei der Anlieferung nicht in einem guten Allgemeinzustand sind, nicht abnimmt. Denn die Gesundheit der Fohlen ist eine wichtige Voraussetzung für deren weitere gute Entwicklung insbesondere, wenn sie wie im VDL-Stud,  in größere Gruppen integriert werden.  

Für die Tierärzte, denen eine Schlüsselrolle bei jedem Kauf zukommt, sprach Dr. Werner Jahn von der Pferdeklinik Bargteheide. Er erläuterte die Fohlenabnahmeuntersuchung, die im Umfang nicht klar beschrieben ist, für die sich in den vergangenen Jahren aber folgender Standard durchgesetzt hat: Allgemeinzustand, Nabel, Hoden beim Hengstfohlen, Zähne, Herz, Lunge, Augen und Beurteilung des Bewegungsapparates. Intensiv ging er auch auf die Frage des Röntgens von Fohlen ein. Er plädierte klar dafür, dieses und darüber hinaus gehende Untersuchungen nicht routinemäßig durchzuführen, sondern nur bei gezielten Fragestellungen einzusetzen, z. B. wenn eine deutliche Sprunggelenksschwellung vorliegt. Er erläuterte darüber hinaus, welche Möglichkeiten sich dem Züchter bieten, Fehlstellungen frühzeitig entgegenzuwirken.

Die Frage der Produkthaftung und der Stand der aktuellen Rechtsprechung wurde von Prof. Dr. Jens Adolphsen, Universität Gießen, ausführlich und anhand aktueller Beispiele eindrücklich beleuchtet. Er erläuterte, dass nach aktueller Rechtsprechung, ca. sechs Monate alte Fohlen bis zum Absetzen von der Mutterstute noch keine „gebrauchte Sache" sind. Er ging intensiv auf den im Zentrum der Rechtsänderung stehenden neuen Mangelbegriff und die im Gesetz enthaltene Dreistufenregelung sowie die Rechte im Falle eines Mangels ein. Weiterhin fesselte er die Zuhörer mit seinen Ausführungen zur Verjährung, zu den Grenzen der Vertragsfreiheit und zur Frage des Verkaufs von Fohlen über öffentliche Auktionen sowie die Grenzen durch Regeln über Allgemeine Geschäftsbedingungen.

Im Anschluss an die Vorträge wurde in einer Podiumsdiskussion über eine Stunde lebhaft mit dem Auditorium diskutiert.

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Gesunde Haltung - Gesunde Pferde 2008
Termin
: Samstag, 15. November 2008
Dauer
: ganztägige Veranstaltung 10.00 – 18.00 Uhr
Ort
: Niedersachsenhof in Verden
Gebühr
: 75,00 € inkl. Tagungsunterlagen und Verpflegung

Anmeldung

Fohlenvermarktung im Focus

Die Vermarktung von Fohlen steht im Mittelpunkt der 8. Fachtagung Gesunde Haltung - Gesunde Pferde am 15. November, die von der Fachberatung für Pferdebetriebe Schade & Partner in Zusammenarbeit mit dem Hannoveraner Verband und der Firma Merial GmbH, veranstaltet wird.

 

Die Fohlenvermarktung ist für viele Züchter der wichtigste Absatzweg. Neben züchterischen Aspekten, die sich auf Pedigree, Typ und Bewegungsqualität beziehen, spielt das Thema Gesundheit eine immer größere Rolle. Angesichts der teilweise hohen Preise wollen die Käufer, aber auch die Verkäufer mehr Sicherheit. Die Referenten werden sich dieser Thematik aus den verschiedensten Blickwinkeln widmen. So wird zunächst die Position der Käuferseite vertreten durch den holländischen Hengsthalter und Fohlenkäufer van de Lageweg. Seine Beweggründe für einen Kauf, seine Gründe für eine Ablehnung bei der Übergabe bzw. seine Sicht als Wiederverkäufer versprechen interessante Einblicke. Eine Schlüsselrolle bei jedem Kauf, so auch beim Fohlenkauf hat der Tierarzt. Hierzu wird Dr. Jahn von der Pferdeklinik Bargteheide in Holstein sprechen, der über langjährige Erfahrungen in der Beurteilung des Gesundheitsstatus von Jungpferden und vor allem in der Bewertung von Kriterien, die einen Verkauf/Kauf möglicherweise in Frage stellen, verfügt. Darüber hinaus beinhaltet die Frage der Produkthaftung durch die Schuldrechtsreform sowohl für die Verkäufer- wie auch die Käuferseite eine große Brisanz. Zum aktuellen Stand der Rechtssprechung und den daraus resultierenden Konsequenzen für die Praxis wird der auch als Vielseitigkeitsreiter bekannte Prof. Dr. Jens Adolphsen von der Universität Gießen sprechen. Im Anschluß an die Vorträge wird das Thema im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit den Referenten kontrovers erörtert werden können. Dazu sind auch zwei Züchtervertreter geladen: Jürgen Rump, Landwirt, Züchter und Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes des Hannoveraner Verbandes sowie Norbert Bramlage, Vorsitzender der Hannoverschen Privathengsthalter und Betriebsleiter des beim Wettbewerb 2006 siegreichen Zuchtbetriebes bei Dinklage.

Die direkte Verbindung der Tagung zur Praxis wird durch die Vorstellung und Siegerehrung der Betriebe des nunmehr bereits im dritten Jahr durchgeführten Wettbewerbes „Qualitätsbetrieben gehört die Zukunft“ hergestellt. Die Zucht-/Aufzucht- und Pensions-/Ausbildungsbetriebe haben sich in zwei Wertungsgruppen in den Bereichen Haltung, Fütterung und Gesundheitsvorsorge einer intensiven Überprüfung einer unabhängigen Jury unterzogen. Die auszuzeichnenden Betriebe aus dem ganzen Bundesgebiet werden sich dem Publikum präsentieren und im Anschluß ihre Preise in Empfang nehmen.

Das detaillierte Programm der Tagung finden Sie hier!

 

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